Adrian Wüthrich

Nationalrat

Herzlich willkommen

Der Schweizer Bevölkerung geht es gut. Gemeinsam haben wir viel erreicht. Schauen wir genauer, gibt es weiterhin viel zu tun. Der öffentliche Verkehr kann noch besser werden und als klimafreundliches Verkehrsmittel weiterentwickelt werden. Die AHV und die 2. Säule sollen auch in Zukunft Altersarmut verhindern und ein würdiges Altern ermöglichen.

 

Der Vaterschaftsurlaub, Elternzeit und Massnahmen für die Angehörigenbetreuung sind neben der familienergänzenden Kinderbetreuung wichtige Elemente für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Lebensqualität können wir ständig verbessern.

 

Gemeinsam können wir noch mehr erreichen. In den letzten Jahren habe ich mich für die Verbesserung unserer Gesellschaft stark engagiert. Gerne würde ich das auch weiterhin tun. Danke für Ihre Unterstützung!

Zu mir - Vorstellung

Ich habe die berühmte "Ochsentour" der Schweizer Politik absolviert. Für die Politik habe ich mich schon in jungen Jahren interessiert. Bereits in der Primarschule las ich regelmässig und intensiv Zeitungen. Prägend in Erinnerung ist mir die EWR-Abstimmung von 1992 und das damalige Zangen-Sujet der Gegner. Diskussionen im Staatskundeunterricht und in der Familie habe ich gerne geführt. Früh war für mich klar, dass ich mit meinen Überzeugungen in der SP politisieren will. Die Sorge um die Umwelt, der Einsatz für die weniger Bemittelten, für die Sozialschwächeren und für Chancengleichheit überzeugten mich. Mit 17 Jahren gründete ich mit anderen jungen Leuten am 1. April 1998 in  Walterswil eine kleine SP-Sektion – vorher gab es in dieser Landgemeinde im Oberaargau nur die SVP.

 

Parallel zum Engagement für die Partei beschäftigte mich die Untervertretung der jungen Generation in der Politik. Am 10. November 1997 wurde in einem Artikel der Berner Zeitung über mich und meine Idee, ein Jugendparlament als Sprachrohr für die Jugendlichen zu gründen, berichtet. So hat ein Engagement für die öffentliche Sache begonnen, das ich kontinuierlich und mit Freude weiterverfolgte. 2008 wurde ich in den Gemeinderat von Huttwil gewählt, dem ich acht Jahre angehörte und für das Ressort öffentliche Sicherheit zuständig war. Von 2010 bis 2018 war ich Mitglied des Grossen Rates des Kantons Bern und habe in vielen Kommissionen und als Vizepräsident der SP-Fraktion gewirkt. Am 29. Mai 2018 bin ich auf meinen verstorbenen Parteikollegen Alexander Tschäppät in den Nationalrat nachgerückt. Beruflich bin ich seit September 2015 Präsident von Travail.Suisse. In dieser Funktion setze ich mich auf nationaler Ebene für die Arbeitnehmenden ein.

 

Ich glaube an die Gestaltungskraft der Politik. Sie beeinflusst sämtliche Lebensbereiche. Deshalb finde ich die Politik auch so spannend. Egal welches Thema Sie wählen, es hat mit Politik zu tun. Ich engagiere mich aus Überzeugung und gerne für die Öffentlichkeit. Das Ringen um konstruktive Lösungen, sei es auf lokaler, kantonaler oder nationaler Ebene oder auch in diversen Organisation, bereitet mir Spass.


Ich ganz privat

  • Geboren am 7. Mai 1980
  • Aufgewachsen in Walterswil BE
  • Wohnhaft in Huttwil BE
  • Verheiratet, zwei Söhne (2010 und 2013)


Hobbies

  • Skifahren (2004 – 2012 Präsident Skiclub Walterswil, früher J + S Leiter, OK-Präsident DV Swiss-Ski 2012)
  • Schwimmen
  • Zeitungen lesen
  • Tatort schauen
  • Baumaschinenmodelle sammeln

Berufliche Tätigkeiten

  • Seit 2015     Präsident und Geschäftsführer von Travail.Suisse, dem Dachverband der Arbeitnehmenden - in dieser Funktion vertrete ich den Dachverband in diversen Gremien. u.a. in der Eidgenössischen Kommission für Wirtschaftspolitik, im Stiftungsrat der Auffangeinrichtung BVG, im Vorstand des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Brüssel, im Beirat von Compasso, im Vorstand des Bildungsinstituts ARC, im Vorstand der Union der Christlich-Sozialen, in der Paritätische Schlichtungskommission der Schweizerischen Post sowie als Präsident im Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ (www.vaterschaftsurlaub.ch) sowie als Präsident im Verein "Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung".
  • 2014 – 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Verein und Gesellschaft im Zentralsekretariat des Vereins SRG SSR in Bern
  • 2010 – 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Media und Corporate Governance im Zentralsekretariat des Verwaltungsrates der SRG SSR in Bern
  • 2009 – 2010 Koordinator Politik und PR des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbandes (SEV) in Bern
  • 2005 – 2008 Sachbearbeiter Verkehrspolitik beim SEV
  • 2005 – 2007 Projektleiter Innovationspreis öffentlicher Verkehr von VCS, VöV und SEV
  • 2001 – 2005 Parlamentarischer Assistent von Ständerat Ernst Leuenberger (SP / SO)
  • 1995 – 2000 Diverse Jobs während dem Gymnasium auf dem Bauernhof, im Dorfladen, in einer Küche und im Migros

Ausbildung

  • 2007 – 2010 Master in Public Management und Politik am Kompetenzzentrum für Public Management der Universtität Bern, Schwerpunkt Management im öffentlichen Sektor (Titel: Master PMP)
  • 2001 – 2007 Bachelor in Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft an der Universität Bern als Werkstudent (Titel: Bachelor of Business Administration (BBA))
  • 1995 – 2000 Gymnasium Langenthal, Typus E

Politischer Werdegang

  • Seit 2018 Nationalrat, Mitglied Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-N)
  • 2010 - 2018 Mitglied der Grossen Rates des Kantons Bern, Vizepräsident Kommission für Staatspolitik und Aussenbeziehungen
  • 2009 - 2016 Mitglied der Gemeinderates der Einwohnergemeinde Huttwil, Ressort öffentliche Sicherheit

Ämtli und Funktionen

  • Seit 2014 Präsident Polizeiverband Bern-Kanton (PVBK) und Mitglied Kontaktgremium Sicherheit Kanton Bern - Gemeinden
  • Seit 2014 Vorstand Arena Oberaargau, Langenthal
  • Seit 2013 Revisor Verein Identität Oberaargau
  • Seit 2013 Verwaltungsrat der ZAR AG Ausbildungszentrum Aarwangen
  • Seit 2012 Präsident SP Oberaargau (seit 2008 im Vorstand)
  • Seit 2011 Revisor Förderverein Jugendparlament Oberaargau
  • Seit 2010 Präsident IGöV Oberaargau (seit 2005 im Vorstand)
  • Seit 2008 Mitgründer und Verwaltungsrat der Wüthrich Haustechnik AG
  • 2008 - 2010 Präsident VCS Regionalgruppe Oberaargau-Emmental
  • 2007 - 2010 Vorstand Verein Klimainitiative
  • 2006 - 2010 Vorstand Alpeninitiative
  • 2006 - 2008 Revisor JUSO Schweiz
  • 2005 - 2007 Mitglied StudentInnenrat Universität Bern
  • 1998 - 2000 Revisor Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ)
  • 1997 - 2000 Gründer und Präsident Jugendparlament Oberaargau, Langenthal
  • 1997 - 1999 Co-Präsident Schülerrat Gymnasium Oberaargau, Langenthal

Bald hat die Schweiz einen Vaterschaftsurlaub

Die Vaterschaftsurlaubs-Initiative wurde in der vergangenen Sommersession vom Ständerat als Erstrat behandelt. Statt 20 Tage sollen die Väter künftig immerhin ein Recht auf 10 Tage Vaterschaftsurlaub erhalten. Ein erster Schritt scheint die Politik Dank dem Druck der Initiative zu machen. Der nächste Schritt muss eine 24wöchige Elternzeit werden. Doch zuerst entscheidet in der Herbst- bzw. Wintersession der Nationalrat über den Vaterschaftsurlaub.

 

Am 20. Juni hat der Ständerat ausgiebig über drei Vorschläge zum Vaterschaftsurlaub debattiert: Über die von Travail.Suisse mitlancierte Volksinitiative “Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie” mit 20 Arbeitstagen, über den Gegenvorschlag der vorberatenden Kommission mit 10 Arbeitstagen und über einen Vorschlag Ferien für den Vaterschaftsurlaub einsetzen zu können ohne zusätzliche freie Tage. Aktivistinnen und Aktivisten der beteiligten Organisationen haben auf der Besuchertribüne aktiv zugehört. Die Babytücher mit dem aufgedruckten Initiativ-Logo haben sie dezent, aber sichtbar getragen. Die Ständeratsmitglieder haben gemerkt, dass ihre Debatte verfolgt wird.

 

Schlechtes Image wegen fehlendem Vaterschaftsurlaub

Von den insgesamt 46 Ständeratsmitgliedern haben sich 17 in der Debatte geäussert. Anders als der Bundesrat hat die vorberatende Kommission der Initiative einen indirekten Gegenvorschlag mit 10 Tagen Vaterschaftsurlaub gegenübergestellt. Einerseits erkannte die Kommission das Potential der Initiative, die nicht ohne Chancen ist vom Volk angenommen zu werden. Andererseits reifte bei vielen Ständeratsmitgliedern die Einsicht nach der durch die Initiative angestossenen, breiten Diskussion in der Gesellschaft, dass ein Nein zu einem Vaterschaftsurlaub nicht mehr in die heutige Zeit passt und die Väter heute aktiv am Familienleben teilhaben wollen. Sogar für junge Gewerbetreibende sei ein Vaterschaftsurlaub oft eine Selbstverständlichkeit. In der Tat: Die Schweiz ist das letzte Land in Europa, das keine gesetzlichen Bestimmungen zu einer Art Vaterschafts- oder Elternurlaub beschlossen hat. Generell ist die Schweiz in der Familienpolitik ein Entwicklungsland. Das bringt der Schweiz ein schlechtes Image ein, wurde treffend erwähnt. Gerade international aufgestellte Unternehmen müssen ihren Arbeitnehmenden erklären, dass die Schweiz ihren Familien keine grossen Erleichterungen gewährt. Gerade die grossen Unternehmen sind es heute, die von sich aus grosszügige Vaterschaftsurlaubsmodelle eingeführt haben. Die neuesten Erhebungen von Travail.Suisse zur Entwicklung des Vaterschaftsurlaubs in den grössten GAV und der öffentlichen Hand zeigen, dass es in vielen Branchen dank den Sozialpartnern überhaupt einen Vaterschaftsurlaub gibt, dass die Entwicklung aber sehr langsam vorwärts geht.[1]

 

Indirekten Kosten steht indirekter Nutzen gegenüber

Die Bedürfnisse der heutigen Familien, ihrer Väter und Mütter, wurden in der Debatte sehr differenziert diskutiert und beleuchtet. Die Kosten des Vaterschaftsurlaubs wurden interessanterweise nicht durchgehend als Gegenargument genannt. Der Gegenentwurf bedarf 224 Mio. Franken bzw. 0,6 Lohnprozente, die Initiative gemäss Botschaft des Bundesrates 420 Mio. Franken, insgesamt 0.11 Lohnprozente für die Erwerbsersatzordnung, also von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden je zur Hälfte finanziert. Anfang Juni wurden in den Medien die indirekten Kosten eines Vaterschaftsurlaubs ins Spiel gebracht. Gewerbekreise haben in der Vernehmlassung aus einer Studie zu kurzfristigen Pflegeurlauben mögliche Aufwände bei der Organisation und Kompensation der Abwesenheit durch Vaterschaft in Milliardenhöhe kolportiert. Der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ hat den Ständeratsmitgliedern vor der Debatte zusammen mit den wichtigsten Argumenten auch ein Factsheet zu den Kosten zur Verfügung gestellt und auch an die indirekten Nutzen eine Vaterschaftsurlaubs erinnert[2]. Väter mit Vaterschaftsurlaub sind ausgeglichenere und motiviertere Mitarbeiter und halten dem Unternehmen länger die Treue, was weniger Aufwand zur Folge hat.

 

Vaterschaftsurlaub ist der erste Schritt zur Elternzeit

In der Abstimmung wurde die Vaterschaftsurlaubs-Initiative mit 29 zu 14 bei einer Enthaltung abgelehnt. Unterstützung erhielt sie von den SP-Ständeratsmitgliedern, sowie je einem Mitglied der Grünen und der FDP. Der Gegenentwurf wurde mit zusätzlicher Unterstützung der CVP mit 26 zu 16 angenommen. Das Geschäft geht jetzt an die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N). Diese wird ihre Beratungen noch im Juni aufnehmen, damit der Gegenvorschlag in der Herbstsession und die Initiative in der Wintersession beraten werden kann. Die Initianten werden auch im Nationalrat sich für vier Wochen einsetzen, da viele Vorteile des Vaterschaftsurlaubs bezüglich Vater-Kind-Bindung und Gleichstellung erst ab vier Wochen zum Tragen kommen. Es braucht nicht unbedingt die Initiative: Auch der indirekte Gegenvorschlag kann auf vier Wochen erweitert werden. Ende Jahr wird das Resultat der Beratungen im Parlament bekannt sein. Nach der jetzigen Einschätzung wird die Initiative nicht zurückgezogen und im Mai oder September 2020 zur Abstimmung kommen. Das letzte Wort wird allerdings das Initiativkomitee haben. Schon jetzt ist klar: Der Vaterschaftsurlaub ist nur der erste Schritt, der jetzt gemacht werden muss. Der zweite Schritt muss eine Elternzeit von mindestens 24 Wochen sein. Diese Forderung hat Travail.Suisse seit mehreren Jahren aufgestellt. In rund zwei Jahren müssen alle EU-Länder neben dem Mutterschaftsurlaub einen Vaterschaftsurlaub von mindestens zwei Wochen und eine Elternzeit von mindestens je 8 Wochen für Väter und Mütter einführen. Die Schweiz hat noch einen weiten Weg vor sich. Travail.Suisse wird nicht müde werden, diese Entwicklung für eine umfassende und moderne Familienpolitik Schritt für Schritt anzutreiben – für die Gleichstellung, für die Familien, für die Arbeitnehmenden.


[1] Factsheet Vaterschaftsurlaub in den Gesamtarbeitsverträgen, der öffentlichen Verwaltung und in den grösseren Unternehmen: http://ts-paperclip.s3-eu-west-1.amazonaws.com/system/uploadedfiles/5171/original/Factsheet_Vaterschaftsurlaub-aktueller-Stand_2019_d.pdf?1560358878

[2] Factsheet Indirekte und direkte Kosten: http://ts-paperclip.s3-eu-west-1.amazonaws.com/system/uploadedfile1s/5182/original/2019_06_20_Factsheet_Direkte-indirekte-Kosten_Vaterschaftsurlaub_d.docx?1561024843

Top-Managerlöhne steigen, Durchschnittslöhne sinken

Die Managerlohn-Studie von Travail.Suisse zeigt auch in der 15. Auflage wie stark die Managerlöhne in den letzten Jahren gestiegen sind: Durchschnittlich erhielt ein Konzernleitungsmitglied rund 2,5 Millionen Franken und damit ganze 7 Prozent mehr als noch 2017. Auf der anderen Seite stagnieren die Löhne für die Arbeitnehmenden. 2018 sanken die Reallöhne teuerungsbedingt um 0,4 Prozent. Was bei den obersten Löhnen drin liegt, muss auch bei der generellen Lohnentwicklung gelten: Im Lohnherbst erwartet Travail.Suisse deutliche Lohnerhöhungen.

 

Das Resultat der Managerlohn-Studie zeigt es in diesem Jahr erneut: Das Ja des Schweizer Stimmvolkes im März 2013 zur Abzocker-Initiative und ihre Umsetzung in der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV)1 haben das Wachstum der Löhne des Top-Managements nicht gebremst. Von 2011 bis 2018 sind ihre Löhne um satte 19 Prozent gestiegen, während die Löhne generell nur um 4,3 Prozent gestiegen sind. Das Lohnwachstum der obersten Kader ist um über das Vierfache höher als bei den Arbeitnehmenden. Dieses Auseinanderklaffen zwischen den obersten und den untersten Löhne ist für die Arbeitnehmenden ein Ärgernis. Im Durchschnitt aller untersuchten Unternehmen beträgt die Lohnschere zwischen dem Lohn des/der CEO und dem tiefstem Lohn 1:98. Bei den untersuchten Unternehmen ist es also im Schnitt so, dass der oberste Chef rund hundert Mal mehr verdient als die Person mit dem tiefsten Lohn. Von den untersuchten Unternehmen sind 37 Managerinnen und Manager im Lohnkartell und verdienen mindestens 100 Mal mehr als der tiefste Lohn im Unternehmen. Hauptsächlich wegen den höheren Managerlöhnen bei der Credit Suisse sind 10 Personen mehr im Lohnkartell. Für Travail.Suisse ist das Lohnwachstum bei den obersten Kadern unverständlich und ungerecht. In einem Unternehmen sollen alle Mitarbeitenden höhere Löhne erhalten und nicht nur das Top-Management. Diese ungerechtfertigte Lohnpolitik kritisiert Travail.Suisse in aller Deutlichkeit. Die Arbeitnehmenden mussten im letzten Jahr sogar mit einem Reallohnrückgang leben, während insbesondere die Krankenkassenprämien deutlich gestiegen sind. Einmal mehr ist für Travail.Suisse klar, dass es in den kommenden Lohnverhandlungen generell wieder deutliche Lohnerhöhungen braucht. Was oben gilt, muss auch bei den unteren Löhnen gelten!

 

Mit den zusammengetragenen Daten aus den Geschäftsberichten der Unternehmen sorgt Travail.Suisse für Transparenz, die eine gesellschaftliche Debatte über die Managerlöhne erst ermöglicht. Eigentlich haben die Stimmberechtigten mit der Annahme der Abzocker-Initiative klar ausgedrückt, dass sie eine spürbare Veränderung wünschen. Verwaltungsräte und Generalversammlungen der Unternehmen haben die Meinung des Schweizer Volkes bis jetzt nicht ernst genommen. Im letzten Jahr haben immerhin einige Generalversammlungen eine tiefere Zustimmungsquote gezeigt. Unter 80 Prozent Zustimmung gab es bei UBS und Swatch. Bei unserer Untersuchung liegt die durchschnittliche Zustimmung bei rund 89 Prozent, rund 5 Prozent höher als im letzten Jahr - abgelehnt wurden keine.

 

Im vergangenen Jahr gab es im Parlament bei der Debatte um die Aktienrechtsrevision (16.077) eine fast einjährige Pause. Deshalb bleibt es dabei: Der Bundesrat hat mit der VegüV nur Minimalbestimmungen erlassen. Das Parlament hat es in der Aktienrechtsreform bisher verpasst, dem Gesetz Zähne zu verleihen. Nicht einmal ein Verbot der prospektiven Genehmigung der Bonuszahlungen fand vor einem Jahr im Nationalrat eine Mehrheit. Zur Erinnerung: Die Leistungslöhne des Top-Managements werden bei vielen Unternehmen im Voraus von der Generalversammlung genehmigt. Das ist systemfremd und unverständlich. Nur wenige Unternehmen nehmen eine retrospektive Genehmigung der variablen Vergütungen vor.

 

Für Travail.Suisse sind die folgenden Massnahmen nötig:

 

Verbot prospektiver Boni-Genehmigungen: Der Ständerat soll bei der laufenden Aktienrechtsreform ein Verbot der vorgängigen Genehmigung der Boni ins Gesetz aufnehmen.

 

Keine Umgehungsmöglichkeiten für das Verbot der Antrittsentschädigungen: Wechselt ein Manager den Arbeitgeber, so kann er vom neuen die entgangenen Boni erhalten – ohne zu wissen, ob die Leistung beim früheren Arbeitgeber die Boni gerechtfertigt hätte. Dies widerspricht dem Leistungsgedanken von Boni und entspricht einer versteckten Antrittsprämie und gehört verboten.

 

Ausweitung der Transparenz: Auch über die Antrittsleistungen und die Zahlungen für die Alterssicherung der Geschäftsleitungsmitglieder sind in den Geschäftsberichten transparent auszuweisen. Die Vergütungsberichte müssen noch transparenter werde.

 

Offenlegungspflicht für Pensionskassenbeiträge: Zusatzeinzahlungen in die Pensionskassen von Konzernleitungsmitglieder in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken sind keine Seltenheit. So erhalten die Top-Manager ausserordentlich hohe Vergütungen über die berufliche Laufbahn hinaus – in meist unbekannter Höhe. Diese Zusatzeinzahlungen werden nur vereinzelt in den Geschäftsberichten eindeutig ausgewiesen und sind somit oft verschleiert und intransparent.

 

Solidaritätsbeitrag bei hohen Einkommen: Ein Solidaritätsbeitrag bei den hohen Einkommen führt dazu, dass die ganze Gesellschaft einen Zusatznutzen hat. Die Steuerprogression, die heute bei ca. 750‘000 Franken endet, kann weitergeführt werden.

 

Vorbild bei den staatsnahen Betrieben: Das Kaderlohnreporting des Bundes hat die Top-Saläre erneut ausgewiesen und gezeigt, dass es weiterhin Löhne gibt, die höher sind als jene des Bundesrates. Das Millionensalär von SBB-Chef Meyer spricht Bände. Die staatsnahmen Unternehmen müssen als Vorbildfunktion dienen und die Forderung des Parlamentes zügig umsetzen. Der Bundesrat hat versprochen einen Lohndeckel durchzusetzen. Er muss nun Taten folgen lassen.

 

Es braucht Geschlechterrichtwerte für die Führungsetage: Obwohl der Anteil Frauen in der Konzernleitung in unserer Stichprobe mit 8,8 Prozent einen Höchstwert erreicht, ist er immer noch zu tief. In den Verwaltungsräten ist der Anteil auf 25,6 Prozent gestiegen. Die Zahlen der Managerlohn-Studie zeigen, dass Geschlechterrichtwerte nötig sind – immerhin hat das der Ständerat letzte Woche auch verstanden und den Richtwerten zugestimmt.

Voten und Vorstösse

 

Hier finden Sie Informationen zu meiner parlamentarischen Arbeit im Nationalrat und können nachlesen, für was ich mich eingesetzt habe und weiter einsetze (Voten im Rat, Vorstösse, Biografie):

https://www.parlament.ch/de/biografie/adrian-w%C3%BCthrich/4226

 

Über meine Arbeit im Grossen Rat von 2010 bis 2018 können Sie sich hier ein Bild machen (Komissionen, Vorstösse, Biografie):

https://www.gr.be.ch/gr/de/index/mitglieder/mitglieder/suche/mitglied.mid-e825d5d391604cc2900517dd61d3d014.html

 

Fotos

Ausgewählte Medienartikel

Showdown um Anerkennung der Schweizer Börse (Rahmenabkommen): https://www.srf.ch/news/schweiz/rahmenabkommen-mit-der-eu-showdown-um-anerkennung-der-schweizer-boerse (SRF.ch, 18. Juni 2019)

"Eine Mutter gilt als Hexe, wenn sie 80 Prozent arbeitet": https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/eine-mutter-gilt-als-hexe-wenn-sie-80-prozent-arbeitet/story/20181130 (Tamedia, 20. Juni 2019, nur mit Abo)

Vaterschaftsurlaub: Zwei Wochen reichen Initianten nicht: https://www.nau.ch/politik/bundeshaus/vaterschaftsurlaub-zwei-wochen-reichen-initianten-nicht-65542102 (Nau.ch, 20. Juni 2019)

Studie von Travail.Suisse: Managerlöhne steigen weiter: https://www.nau.ch/news/videos/studie-von-travailsuisse-managerlohne-steigen-weiter-65543509 (Nau.ch, 24. Juni 2019)

Kontakt

Ich freue mich über Ihre Rückmeldung!

Meine Postadresse:

Adrian Wüthrich

Alpenstrasse 42

4950 Huttwil

 

Festnetztelefon / Natel (falls Sie eine dringende Antwort benötigen):

062 962 34 00

079 287 04 93

Email:

kontakt(at)adrianwuethrich.ch

 

Wahlkampfkonto:

Adrian Wüthrich wieder in den Nationalrat, 4950 Huttwil

IBAN CH52 0631 3241 0422 7467 9

 

 

 

Termine

Adrian Wüthrich ist auf Tour im ganzen Kanton:

"Tour de Berne mit Adrian Wüthrich"

 

Mittwoch, 11. September 2019

Herzogenbuchsee

Restaurant Sonne

20.00 – 22.00

Dienstag, 17. September

Lyss

Hotel Weisses Kreuz

18.00 – 19.45

Freitag, 20. September 2019

Langnau i. E.

Restaurant Bären

17.30 – 19.00

Sumiswald

Das Kreuz

20.00 – 21.30

Dienstag, 24. September

Münchenbuchsee

Restaurant Wilhelm Tell

17.30 – 19.00

Burgdorf

Kraftwerk Kaffee

20.00 – 21.30

Montag, 30. September

Saanen

Landhaus Saanen

17.30 – 19.00

Zweisimmen

Gasthof Derby

20.00 – 21.30

Dienstag, 1. Oktober

Frutigen

Rest. Landhaus Adler

9.00 – 11.00

Spiez

Krone Spiez

12.00 – 14.00

Interlaken

Laterne

17.00 – 18.45

Meiringen

Rest. Pizzeria Bahnhöfli

19.30 – 21.00

Donnerstag, 3. Oktober

La Neuveville

tba

17.30 – 19.00

Ins

tba

20.00 – 21.30

Freitag, 4. Oktober

Moutier

tba

17.30 – 19.00

Tramelan

Rest. Arena

20.00 – 21.30

Samstag, 5. Oktober

Langenthal

Hotel Bären

10.30 – 12.00

Huttwil

Chäsmärit

16.00 – 18.00

Montag, 7. Oktober

Bern

Eiger

14.30 – 16.00

Nidau

Rest. Sternen

17.00 – 18.00

Biel

Podium im Haus pour Bienne

Ab 18.30

Dienstag, 8. Oktober

Thun

TexMex Restaurant

18.00 – 20.00

Mittwoch, 9. Oktober

Schwarzenburg

Gasthof Bühl

17.30 – 19.00

Neuenegg

tba

20.00 – 21.30

Freitag, 11. Oktober

Belp

Rest. Linde

17.30 – 19.00

Köniz

Rest. Brunnenhof

20.00 – 21.30

Montag, 14. Oktober

Bern

UNIESS Bistro

16.30 – 18.00

Münsingen

Gasthof Ochsen

19.30 – 21.00

 

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Ich danke für jeden Beitrag und überhaupt für jede Unterstützung!

Am 20. Oktober 2019 auf jede Liste Adrian Wüthrich!

 

 

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